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Grundlagen

Zahlungsunfähig – was tun?

Zeichnet sich eine finanzielle Krise in der Haushaltskasse ab, reagieren viele Verbraucher auf eine sehr ähnliche Art uns Weise: Zwar werden die Schwierigkeiten bis zu einem bestimmten Grad wahrgenommen – schließlich tauchen in der Post immer häufiger Rechnungen oder Mahnungen auf. Ab einem gewissen Zeitpunkt gleicht die Reaktion allerdings eher dem Verhalten eines Vogel Strauß. Allerdings hat die „Kopf-in-den-Sand“-Taktik in der Regel keinen Erfolg, da sich durch Ignorieren Zahlungsverpflichtungen noch lange nicht in Luft auflösen. Um die Situation noch weiter zu verschlimmern setzt sich das Anhäufen von Schulden sogar noch fort. Immer lässt sich bei Verbrauchern beobachten, dass weiterhin in Online-Shops oder Katalogen bestellt wird und neue Handy-Verträge oder Ähnliches zum Abschluss kommen. Dabei können Betroffene gerade in der Anfangsphase noch aktiv auf ihre finanzielle Situation einwirken.

Neben Eigeninitiative hilft der Gang zur Schuldnerberatungsstelle dabei, die Kontrolle über die eigenen Finanzen zurückzugewinnen. Neben kommunalen Stellen helfen auch Anwälte und freie Schuldenberater. Wichtige Impulse müssen aber immer vom Verbraucher selbst ausgehen. Ist der Überblick bereits verloren gegangen, steht das Ordnen der Unterlagen ganz oben auf der Liste. Nur so lassen sich Ausgaben, Einnahmen und die Verbindlichkeiten gegenüberstellen.

Als zweiten Schritt sollte jeder Schuldner mit den einzelnen Gläubigern in Kontakt treten, über die finanzielle Notlage informieren und um eine Aufstellung der gesamten Forderungen bitten. Die Unterschrift von Schuldeingeständnissen oder Bürgschaften gegenüber den Gläubigern ohne die Schuldnerberatung sollte an dieser Stelle aber unterlassen werden.

Daneben heißt es auf jeden Fall den Gürtel enger schnallen, denn wer Schulden hat, muss sparen. Und je weniger Ausgaben anfallen, umso mehr Kapital fließt in die Tilgung der Schulden. Auf keinen Fall sollten neue Verbindlichkeiten dazukommen. Auf diese Weise kehrt wenigstens ein Teil der Kontrolle wieder in die Hände der Betroffenen zurück und auf der anderen Seite lässt sich so sinnvoll die Wartezeit auf einen Termin bei der Schuldnerberatung überbrücken.

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