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Privatinsolvenz

Dauer einer Privatinsolvenz

Die Verbraucherinsolvenz bzw. das vereinfachte Insolvenzverfahren existiert bereits seit 1999 und geht auf eine Novellierung alter Rechtsvorschriften aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zurück. Jeder natürlichen Person, welche entweder die Voraussetzung der Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit erfüllt, soll damit die Möglichkeit eingeräumt werden, sich von den angehäuften Verbindlichkeiten zu befreien. Neben den Bedingungen, die vor der eigentlichen Eröffnung des Verfahrens erfüllt werden müssen, sollten sich Betroffene in jedem Fall auch über Fristen und Zeiträume informieren, da es sich bei der Privatinsolvenz um einen recht langwierigen Vorgang handelt.

In diesem Zusammenhang muss aber immer wieder zwischen dem eigentlichen Insolvenzverfahren und der Wohlverhaltensphase unterschieden werden. Leider werden beide an vielen Stellen immer wieder verwechselt, weshalb bei Betroffenen ein falscher Eindruck über den Fortschritt ihres Verfahrens entsteht.

Grundsätzlich erstreckt sich die Wohlverhaltensphase über einen Zeitraum von sechs Jahren, in denen der Schuldner nur den pfändungsfreien Teil des Einkommens, Erbschaften zur Hälfte und Geschenke komplett behalten darf. Anschließend wird in der Regel eine Restschuldbefreiung durchgeführt, in der die verbleibenden Verbindlichkeiten gelöscht werden.

Das eigentliche Insolvenzverfahren kann sich dagegen über einen unterschiedlich langen Zeitraum erstrecken, in der Regel sollte man von etwa 12 Wochen Dauer ausgehen. Da die Wohlverhaltensphase aber so angelegt wird, dass die Berechnung des Zeitraums mit der Antragstellung beginnt, ist der Zeitraum bis zur Beendigung des eigentlichen Verfahrens für den Schuldner eher von nachrangiger Bedeutung.

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