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Das Verbraucherinsolvenzverfahren

Leben am Existenzminimum

In den vergangenen Jahren ist der Begriff des Verbraucherinsolvenzverfahrens in den deutschen Medien immer häufiger aufgetaucht. Ursache für das wachsende Interesse an dieser Form der „Entschuldung“ ist die Tatsache, dass immer mehr Haushalte in Deutschland unter den Folgen einer Überschuldung leiden. Neben dramatischen Veränderungen in der Einkommenssituation dürfte ein überwiegender Teil der Fälle auf die Auswirkungen eines falschen Konsumverhaltens zurückgehen. Die Privatinsolvenz ist einer der letzten Wege, um sich dem wachsenden Schuldenberg entgegenzustellen.

Allerdings wirkt sich ein Insolvenzverfahren in fast allen Bereichen des Alltags aus, da die Gewährung der Restschuldbefreiung an einige Voraussetzungen gekoppelt ist. Die wichtigste Tatsache und sicher für jeden Verbraucher eine schmerzliche Erfahrung, betrifft das Einkommen. Hier müssen Schuldner ab einem gewissen Betrag den gesamten Überschuss an den Treuhänder abführen, damit dieser wenigstens einen Teil der Schulden vor Ablauf der Wohlverhaltensphase zurückzahlen kann. Im Moment liegt die Pfändungsuntergrenze bei 989,99 EUR und bezieht sich auf das Nettoeinkommen. Damit bewegt sich der Schuldner über die Dauer der gesamten Wohlverhaltensperiode am Rande des schuldrechtlichen Existenzminimums und muss die täglichen Lebenshaltungskosten, Mietzahlungen und andere Aufwendungen nur mithilfe dieses Betrags tragen.

Diese Pfändungsuntergrenze gilt aber nur dann, wenn keine unterhaltspflichtigen Personen zu versorgen sind. Entsprechende Veränderungen regelt § 850c ZPO (Zivilprozessordnung), aus dem klar ersichtlich wird, dass bei einer Unterhaltspflicht für eine Person erst über einem Betrag von 1.360 Euro gepfändet werden darf.

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