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Das Verbraucherinsolvenzverfahren

Negativer Schufa-Eintrag

Negative SCHUFA-Einträge sind in einer konsumorientierten Welt nicht nur ein kleines Ärgernis, sondern können mitunter auch eine große Wirkung entfalten. Wegen einer zu spät gezahlten Rechnung werden Handy- oder Kreditverträge sicher nicht verweigert, aber ab einer gewissen Anzahl dunkler Flecken auf der weißen Weste drohen ernsthafte Konsequenzen.

Die Verbraucherinsolvenz wiegt an dieser Stelle besonders schwer, da die Eröffnung eines solchen Verfahrens auch in die Daten der SCHUFA und anderer Auskunfteien aufgenommen wird. Wer als Schuldner in der Wohlverhaltensperiode also nach einem neuen Handyvertrag sucht, wird im Allgemeinen mit großen Schwierigkeiten rechnen müssen. Und die Probleme können auch nach dem erfolgreichen Abschluss der Wohlverhaltensphase weitergehen: Zwar gehören mit der Restschuldbefreiung die Verbindlichkeiten der Vergangenheit an und in der SCHUFA taucht ein entsprechender Vermerk auf, aber die Daten über eine Verbraucherinsolvenz bleiben noch über einen Zeitraum von weiteren drei Jahren erhalten.

Somit können Unternehmen über einen Zeitraum von fast 10 Jahren klar erkennen, wie es um das Ausfallrisiko offener Forderungen steht, auch wenn sich ein ehemals überschuldeter Haushalt nach Abschluss der Privatinsolvenz keine neuen Schulden mehr leistet. Diese Frist kann auf Antrag durch den betroffenen Verbraucher aber verkürzt werden, sofern die Gerichte eine Eintragung zum Verbraucherinsolvenzverfahren ebenfalls gelöscht haben.

Ein besonderes Problem ergibt sich im Zusammenhang der öffentlichen Verfügbarkeit von Daten über Privatinsolvenzen mit Auskunfteien aufgrund der Tatsache, dass etwa Unternehmen aus dem Handel oder Finanzdienstleister entsprechende Informationen deutlich länger speichern und verwenden können.

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