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Dauer einer Privatinsolvenz

Schuldenfrei durch EU-Recht

In den letzten Jahren haben mit einer wachsenden Zahl an überschuldeten Haushalten auch Angebote zugenommen, die den Abschluss der Privatinsolvenz in einen kurzen Zeitraum versprechen. Auf dem Papier ist ein solches Verfahren zwar theoretisch durchführbar, allerdings scheitert es häufig an der praktischen Ausführbarkeit. Die Anzeigen solcher Sanierungsberater versprechen nicht selten eine Privatinsolvenz, die lediglich 12 oder 36 Monate in Anspruch nimmt. Voraussetzung ist lediglich ein ständiger Wohnsitz im Ausland.

Dass die Regelungen in den betreffenden Ländern der EU aber deutlich komplizierter sind, darüber schweigen die Anbieter eines solchen Verfahrens. Zwar müssen auch deutsche Gerichte das Insolvenzverfahren aus anderen Ländern anerkennen, über die tatsächlichen Risiken werden Schuldner aber nur selten aufgeklärt. Wer sich zum Beispiel in Frankreich, einem direkten Nachbarn Deutschlands, einer Verbraucherinsolvenz unterziehen will, muss zum Beispiel nachweisen, dass der Wohnsitz auch tatsächlich jenseits der Grenze, unter dem Banner der Trikolore, liegt. Neben einer angemieteten Wohnung gehören auch Quittungen über Tankfüllungen oder den Kauf der Frühstücksbrötchen dazu.

Daneben besteht auch die Möglichkeit, dass trotz der Insolvenz im Ausland ein Teil der Schulden getilgt werden muss. Ein einfaches Beispiel ist Österreich – hier bleiben 30% der Verpflichtungen am Schuldner haften. Und liegt der Betrugsvorwurf erst einmal offen auf dem Tisch, können die Gerichte eine Schuldbefreiung versagen, was nicht nur mit dem Verlust der „Gebühren“ für den Sanierungsberater, sondern auch mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

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