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Das Verbraucherinsolvenzverfahren

Vereinfachtes Insolvenzverfahren

Bleiben alle Versuche ohne Erfolg, sich mit den Gläubigern auf eine Rückzahlung der Schulden zu einigen, fällt schließlich der Startschuss für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die Bezeichnung vereinfachtes Insolvenzverfahren wird benutzt, da es sich bei der Privatinsolvenz um eine besondere Variante handelt. Gegenüber der Regelinsolvenz ist das Verfahren deutlich leichter geworden: Seit Einführung der Verbraucherinsolvenz können sich auch natürliche Personen auf diesem Wege entschulden.

Neben dem Vorhandensein eines pfändbaren Vermögens, das wenigstens zur Deckung der Verfahrenskosten ausreicht, wird als Voraussetzung für eine vereinfachte Insolvenz auch die Stundung anerkannt. Das Gericht selbst bestimmt für den Schuldner einen Treuhänder, der im Lauf der nächsten Jahre den pfändbaren Teil des Vermögens verwaltet und die Forderungen der Gläubiger nach Möglichkeit zu befriedigen sucht. Zusätzlich ergeht an diese mit Eröffnung der Privatinsolvenz eine Aufforderung, sich mit ihren Ausständen beim eingesetzten Treuhänder zu melden. Des Weiteren geht eine Mitteilung auch an den Arbeitgeber eines Schuldners und in einigen Fällen auch an den Vermieter.

Sollten von keinem der Gläubiger Gründe vorgebracht werden, welche gegen eine Schuldenbefreiung sprechen, steht dem erfolgreichen Weg aus den Schulden nichts mehr im Weg. Nach dem Abschluss des Verfahrens und einer Wohlverhaltensperiode, in welcher der Schuldner zeigen muss, dass er den auferlegten Verpflichtungen nachkommt, kann der Restschuldbefreiung stattgegeben werden.

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