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Das Verbraucherinsolvenzverfahren

Voraussetzungen

Um einmal aufgenommene Schulden wieder loszuwerden reicht es nicht aus, einfach ein Verbraucherinsolvenzverfahren zu eröffnen. Vielmehr müssen einige grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine Privatinsolvenz erfolgreich angestrebt werden kann.

Die grundlegendste der Bedingungen betrifft die Zahlungsfähigkeit des Schuldners. Erst wenn dieser nicht mehr in der Lage ist, seinen einmal eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen, kommt ein Insolvenzverfahren überhaupt in Frage. Neben der tatsächlichen Zahlungsunfähigkeit kann auch eine Überschuldung oder die drohende Zahlungsunfähigkeit den Start in eine Privatinsolvenz bedeuten. Solange den Schulden ein entsprechendes Vermögen oder Einkommen gegenübersteht, dürfte ein entsprechendes Verfahren aber eher unwahrscheinlich sein.

Eine weitere Vorbedingung betrifft die Art und Weise des Schuldenbestandes sowie die Person des Schuldners, da eine Verbraucherinsolvenz nicht für alle Schuldner gleichermaßen möglich ist. Lediglich natürliche Personen können darauf zurückgreifen, etwa Arbeitnehmer, Angestellte und Beamte oder Erwerbslose. Unternehmer mit mehr als 20 Gläubigern oder Forderungen aus einem Arbeitsverhältnis müssen dagegen auf das Regelinsolvenzverfahren ausweichen.

Für Privatpersonen stellen die Kosten des Verfahrens eine zusätzliche Hürde dar, da ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren bei einem zu geringen Vermögensstand abgelehnt werden kann. Um dieser Ablehnung mangels Masse vorzubeugen, sollte sich jeder Schuldner um eine Stundung der Verfahrenskosten bemühen. Zusätzlich muss vor der Eröffnung des gerichtlichen Verfahrens die Einigung mit den Gläubigern versucht worden sein. Erst wenn diese Bemühungen scheitern, ist der Weg in die Privatinsolvenz offen.

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