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Schuldnerberatung

Die Schuldnerberatung unterteilt man in:

die kostenlose Schuldnerberatung

die kostenpflichtige Schuldnerberatung


Kostenlose Schuldnerberatung

„Schulden machen ist nicht schwer“ – ein Grundsatz, der gerade heute immer stärker an Bedeutung gewinnt. Gerade junge Singles, Familien und Haushalte mit geringem Einkommen drohen in Deutschland zunehmend in die Schuldenfalle abzurutschen. Online-Shops und Kataloge locken immer wieder mit der Möglichkeit zum Kauf auf Rechnung oder Raten. Dass jeder Einkauf am Monatsende die Haushaltskasse ein Stück mehr leert, scheinen viele Schuldner gern zu vergessen.

Geht der finanzielle Überblick schließlich verloren, bleibt am Ende nur ein Weg – hin zur Schuldnerberatung, die in der Regel eine der ersten Anlaufstellen für überschuldete Personen ist. Hauptaufgabe dieser Stelle ist nicht nur die Durchführung eines einfachen Beratungsgesprächs, vielmehr begleiten die Mitarbeiter Betroffene durch den gesamten Prozess. Auf der Grundlage des § 11 SGB XII sind die Kommunen zur Einrichtung einer entsprechenden Beratungsstelle angehalten, die sich in der Regel in den Räumen der Sozialämter befindet. Daneben unterhalten aber auch karitative Verbände, das Diakonische Werk, Verbraucherzentralen und das Deutsche Rote Kreuz sowie einige Wohlfahrtsverbände entsprechende Beratungsstellen, die jedem Haushalt bzw. Hilfebedürftigen kostenlos zur Verfügung stehen.

Vor dem Besuch einer Schuldenberatung muss aber klar sein, dass es trotz professioneller Hilfe ohne eine aktive Mitarbeit zu keiner erfolgreichen Entschuldung kommen kann. Deshalb sollten bereits vor dem ersten Termin die Unterlagen geordnet werden. Aus dem großen Bekanntheitsgrad der kostenlosen Schuldnerberatung erwächst aber ein großer Nachteil, da der Bedarf an einer Beratung groß ist und daher in jedem Fall mit langen Wartezeiten gerechnet werden muss.

Kostenpflichtige Schuldnerberatung

In den letzten Jahren hat die Zahl der Verbraucherinsolvenzen in Deutschland dramatisch zugenommen. Wurden Ende der 1990er Jahre noch lediglich einige tausend Fälle registriert, verzeichnen Statistiker inzwischen etwa 100.000 Privatinsolvenzen jährlich. Ein Ende dieser Entwicklung scheint nicht abzusehen, täglich droht die Überschuldung immer mehr Haushalte in die Schuldenfalle zu ziehen. Ursachen, weshalb die Verpflichtungen nicht mehr kontrolliert werden, gibt es viele. Neben Veränderungen im Berufsleben, die mitunter durch einen massiven Einkommenseinbruch gekennzeichnet werden, zählt mangelndes finanzielles Interesse und Geschick sicher zu den häufigsten Gründen, warum gerade junge Haushalte immer wieder auf die Hilfe von außen bei der Regulierung ihrer Schulden und am Ende auf eine Verbraucherinsolvenz angewiesen sind.

Neben einer kostenlosen Schuldenberatung, welche durch Verbraucherzentralen, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz und Wohlfahrtsverbände angeboten wird, können sich Betroffene auch an gewerbliche Berater wenden. Unterschied zur herkömmlichen Schuldnerberatung ist hierbei der Kostenfaktor, da Anwälte in der Regel nur gegen ein entsprechendes Honorar die Arbeit aufnehmen. Wer aber bereits in der Schuldenfalle steckt, wird in der Regel vor den Anwaltskosten zurückschrecken und verzichtet deshalb häufig auf professionelle Hilfe. Dass es aber auch einen besonderen Weg der Beratungsfinanzierung gibt, wissen nur sehr wenige Verbraucher. Das Zauberwort heißt Beratungshilfe, die jedem Bundesbürger zusteht, der nur über ein geringes Einkommen verfügt. Damit erweitert sich der bestehende Rahmen einer angemessenen Schuldnerberatung beträchtlich.

Kostenpflichtige Schuldnerberatung:

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